Biopsie
 

            

 

Die Knochenmarksbiopsie/KMT wird üblicherweise im Beckenkamm durchgeführt.

Der Beckenkamm liegt in Hüfthöhe, in welcher Seite der Eingriff vorgenommen wird, spielt keine Rolle.

Der Eingriff erfolgt ambulant, entweder in Ihrer hämatologischen Praxis, oder in einer hämatologischen Ambulanz einer Klinik. Ein stationärer Aufenthalt ist nicht erforderlich.

 

Die Stelle, an der der Eingriff vorgenommen wird, wird lokal (örtlich) betäubt. Sie haben auch die Möglichkeit, sich vom behandelnden Arzt ein leichtes Beruhigungsmittel verabreichen zu lassen. Manche Ärzte bieten auch eine leichte Vollnarkose an, der Patient schläft während des Eingriffes.

 

Wichtig:

Wenn Sie ein Beruhigungsmittel eingenommen haben oder die leichte Narkose verabreicht wurde, bleiben Sie nach dem Eingriff noch einige Stunden in der Praxis/Ambulanz, bis auch die letzten Reste des Medikamentes aus Ihrem Körper "verschwunden" sind.

Sorgen Sie dafür, daß Sie eine Begleitung haben, die Sie fahren kann.

 

 

Der Patient liegt auf der Seite oder auf dem Bauch. Eine spezielle Nadel wird durch den Hüftknochen in den Beckenkamm gedrillt/gebohrt, um eine geringe Menge an Knochenmark zu entnehmen. Es entsteht keine Wunde im eigentlichen Sinn, die genäht werden muss, die Stelle wird nach dem Eingriff abgeklebt, der Patient darf einige Tage nicht duschen, bis die kleine "Wunde" völlig verheilt und geschlossen ist.

Es wäre eine Lüge, zu behaupten, der Eingriff schmerzt nicht (außer in der Narkose). Durch das Ansaugen des Knochenmarkes in die Kanüle entsteht ein ziehender Schmerz, der unvermeidbar, aber erträglich ist, auch ohne Vollnarkose. Diese Prozedur dauert nur wenige Sekunden, wesentlich mehr Zeit nimmt die Vorbereitung auf den Eingriff in Anspruch.

Ob Sie sich für ein Beruhigungsmittel oder die leichte Form der Vollnarkose entscheiden, liegt allein bei Ihnen - wobei die Narkose ihre eigenen Risiken hat.

Scheuen Sie sich nicht, sich von Ihrem behandelnden Arzt alle Möglichkeiten anbieten zu lassen, fragen Sie danach und lassen Sie sich alles genau erklären. Auf Ihren Befund warten Sie üblicherweise nur wenige Tage. Früher dauerte es mitunter wochenlang, bis der Befund vom histopathologischen Labor aus vorlag, dies geht heute wesentlich schneller.

Aufgrund der Diagnose wird Ihnen Ihr behandelnder Facharzt/Hämatologe auch sagen, ob und wie Sie künftig medikamentös therapiert werden sollen.

 

 

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